Mein erster Flug mit Jascha



Ich arbeite mit 15 Kolleginnen/ Kollegen zusammen als Team bei Jascha,
wir betreuen ihn rund um die Uhr zu Hause in Früh/ Spät und Nachtdienst.
Jascha ist 16 Jahre alt und seit einem Fahrradunfall mit 5 Jahren querschnittsgelähmt und dauerbeatmet.
Nun stand nach längerer Zeit mal wieder ein Krankenhausaufenthalt in München an.
Da die Fahrt dorthin mit dem Familienbus für Jascha sehr anstrengend wäre,
organisierten die Eltern einen Flug über „Flying Hope“.
Dies ist eine gemeinnützige Organisation ehrenamtlicher Piloten, mit denen Jascha bereits mehrfach in die Nähe von Bremen in den Urlaub oder nach München ins Krankenhaus flog.



Als es ein paar Monate zuvor an die Planung ging, meldete ich mich freiwillig um Jascha mit seinem Vater zu begleiten.
Mein Dienst begann an dem Tag um 13 Uhr, eine Stunde früher als der normale Spätdienst, da die Maschine bereits um 14 Uhr starten sollte.
Es war bereits Alles gepackt und größtenteils mit meiner Kollegin Lili, die mit dem Zug fuhr, auf dem Weg nach München.

Wir flogen von Calden und da Jascha in Harleshausen wohnt, ging der Transport mit dem Familienbus recht schnell vonstatten.
Mit Diesem konnten wir direkt an das Flugzeug fahren,somit war der Weg in die Maschine nicht mehr weit, denn Jascha wurde von seinem Vater hineingetragen.
Ich nahm das Beatmungsgerät und und überwachte den Transfer.





Als wir in der Cessna 421 saßen, positionierten wir die Absauge, die Sauerstoffflasche, das Überwachungsgerät, den Ambubeutel, Notfalltasche und Beatmungsgerät, verstauten unser Handgepäck und Lagerungshilfsmittel in dem hinteren Teil der Maschine und machten uns zum Start bereit.
Pilot und Copilot waren sehr nett und fragten immer wieder ob alles o.k. sei.
Wir genossen die Aussicht und landeten nach dem einstündigen Flug ohne Turbulenzen in München, wo es mit einem Krankentransport in die Klinik ging.
Der Aufenthalt in München war nach einer Woche beendet, in der meine Kollegin den Nacht - und ich einen Tagdienst übernahm.







Die restlichen Stunden überbrückte Jascha´s Vater, da die Krankenkasse nicht 24 Stunden genehmigte.
Der Flug zurück erfolgte mit der selben Maschine und den gleichen Piloten, ebenfalls ohne Probleme.
Für mich war die Woche sehr abwechslungsreich und, vor allem der Flug , sehr aufregend.
„Immer wieder gerne!“


<< zurück